Auszug

An einer Wand ein schmales Sofa. Unter dem Fenster ein Schreibtisch, darauf eine Schreibmaschine, ein schwarzer Füller und ein Blatt Papier; unsortierte Notizen in einer gleichmäßig geschwungenen Handschrift. Durch Vorhänge meeresblau gefärbtes Licht. Über dem Sofa ein Regal, darin einige Blumentöpfe mit braunen Pflanzen und wenige Bücher. Auf allem ein feiner Nebel aus Staub.

Im Flur aufeinander gestapelte Kartons, die meisten verschlossen. Dazwischen Spielzeug und wenige Kleidungsstücke. Draußen, auf der Straße vor dem Garten, ein Lieferwagen. Männer, die ein und aus gehen. Tiefe, schwere Stimmen. Ein Lachen. Ein Kind, das die Treppe hinunterläuft, dicht hinter ihm ein zweites Kind, kleiner und langsamer als das erste. Sie rennen in den Garten hinaus.

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Flüstern

Wir reden miteinander, doch wir erzählen uns nichts.

Wir formen unser Ich und Du und Wir und ein Fürimmer, das bereits blass und spröde aussieht, als wir es an unsere Wand hängen und ansehen und lächeln dabei, jeder nur für den anderen, nicht für sich selbst.

Wir reichen uns die Hände und schenken uns unsere Träume, doch nur die kleinen, die großen behalten wir für uns.

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