Vor der Lesung

Es gibt diese Momente, in denen man sich der Öffentlichkeit stellen muss. Wenn man sein kleines Reich verlässt, dem Schreibtisch seine Existenzberechtigung nimmt. Dann steht er nur noch da, in Dunkelheit getaucht, auf einer Seite stapelt sich die Post von mehreren Wochen (okay: Monaten), auf der anderen Bücher und Notizen, dazwischen vereinzelte Kassenbons und Kugelschreiber und eine Packung Playmobil, die dem Kind gehört. Und man selbst wirft einen fast wehmütigen Blick auf den Computer, der schweigend grollt und der sonst die Welt bis ins Arbeitszimmer holt. Eine fiktive Welt, mehrere fiktiven Welten, um genau zu sein. Und man selbst will sich dem anderen Leben stellen, dem äußeren, dem realen. Irgendwie.

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Figuren

Die meisten Geschichten leben von den Figuren. Sie sollen Freunde sein oder Menschen, die man hassen kann, sie sollen wie lebendige Wesen sein, sodass man sich vorstellen kann, sie würden wirklich existieren, in jenem Teil der Welt, in dem die fiktiven Geschichten atmen. Doch wie werden sie geboren?

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