Später

Ich dachte, wir würden uns lieben.

Ich dachte, dein Atem auf meiner Haut bedeutet, dass du bei mir bist.
Ich dachte, deine Stimme am Telefon beweist, dass du an mich denkst.
Ich dachte, dein Blick bezeugt, dass du das siehst, was ich tief in mir trage, nicht das, was alle anderen sehen.

Manchmal irre ich mich.

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Momente

Der Tag zersplittert in winzige Momente. Er riecht nach Jasmin und Schokoladeneis, er schmeckt wie ein Tag, den es schon einmal gegeben hat, nur ein bisschen süßer vielleicht oder etwas bitterer, je nachdem. Er ist voller Farben, die sich fortwährend verändern.

Zum Beispiel das goldgrüne Funkeln der Sonne auf Ahornblättern, bevor Wolken ihnen den Glanz nehmen. Das Schimmern der Luft mit ihren Blüten und Pollen, bevor der Sommer endgültig kommt. Zerstreutes Kinderspielzeug – blaue Plastikeimer mit roten Schippen daneben, eine Holzeisenbahn von beigem Braun -, bevor sich der Abend über einen verlassenen Spielplatz senkt. Ich sage ein paar Worte, mit denen eine Freundschaft beginnt. Ich denke einen Gedanken, mit dem eine andere endet.

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